Verein Wundmanagement Vorarlberg

Räterstrasse 4

6830 Rankweil/AUSTRIA

ZVR: 134688480

email: obmann@wundmanagement-vlbg.at

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Die folgenden 10 Kriterien könnten ein Anhaltspunkt für Patienten sein, die Qualität ihrer Wundversorgung zu beurteilen:

1. Zu Beginn erfolgt eine eingehende Anamnese, bei welcher nicht nur der Zustand der Wunde und der Wundumgebung, sondern allgemein relevante Probleme und Ressourcen erhoben werden. Der Ursache meiner Wunde wird auf den Grund gegangen, entsprechende Untersuchungen durchgeführt oder in die Wege geleitet und geeignete Maßnahmen gesetzt.

2. Gemeinsam mit mir werden individuelle, realistische und ganzheitliche Ziele (zB in Bezug auf Lebensqualität – Mobilität, Schmerzverhinderung, etc.) vereinbart, der geplante Ablauf besprochen und das an meiner Wundbehandlung beteiligte Netzwerk definiert. Ich werde in die Entscheidungen involviert, auf meine Probleme und Wünsche wird eingegangen und meine Mitarbeit wird erwünscht wie auch erwartet. Grenzen und Möglichkeiten werden im gesamten Prozess offen angesprochen.

3. Die Entscheidungen zu Maßnahmen der lokalen Wundbehandlung erfolgen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft. Die an meiner Wundversorgung Beteiligten halten sich dabei sowohl an aktuelle Leitlinien und Standards, wie auch an Empfehlungen namhafter Experten und Fachgesellschaften und halten ihr Wissen durch den regelmäßigen Besuch von Fortbildungen auf dem neuesten Stand. Die Auswahl der Materialien erfolgt nach Kriterien der Indikation (Produktinformationen), Verträglichkeit (bestehen Allergien?), Effektivität, Lebensqualität (zB Duschen möglich, geruchsverhindernd, schmerzlindernd, Mobilität,…), Wirtschaftlichkeit, etc. Möglichkeiten wie chirurgische Intervention, neuere Technologien, etc. werden ebenso in Betracht gezogen. Die Wirkung verschiedener Materialien und Technologien wird mir erklärt.

4. Die Wundversorgung befolgt strenge hygienische Richtlinien, um den (zusätzlichen) Eintrag von Keimen zu verhindern. Dabei werden sterile Materialien und Geräte (Pinzette, Schere, etc.) verwendet. Die Produktinformationen werden beachtet.

5. Es erfolgt eine nachvollziehbare Dokumentation, in die mir auf Wunsch problemlos Einsicht gewährt wird. Unterstützt wird diese durch eine Fotodokumentation, für welche mein Einverständnis eingeholt wurde. Der Schutz meiner Daten ist gegeben.

6. Der Fortschritt der Wundheilung wird regelmäßig evaluiert, Maßnahmen phasengerecht angepasst. Auf plötzlich auftretende Probleme wie Wundrandmazeration, Infektion etc. wird rasch und kompetent reagiert.

7. Eventuell bestehende oder bei mir auftretende Schmerzen werden ernst genommen, regelmäßig evaluiert und es wird entsprechend reagiert. Dabei wird im Team ein individuelles Konzept erstellt, das nicht nur medikamentöse Interventionen beinhaltet, sondern auch „einfache“ Methoden wie Lagerung, Umgebungsgestaltung, etc.

8. Ich werde bezüglich wichtiger Aspekte wie Ernährung, Körper- und Hautpflege, Mobilität etc beraten. Der Zugang zu benötigten Heilbehelfen etc. wird mir erklärt oder organisiert.

9. Ich werde bezüglich Vorsorge und Nachsorge beraten, um ein (Wieder-)Auftreten von Wunden zu verhindern. Nachkontrollen werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

10. Die an meiner Wundversorgung Beteiligten kennen ihre jeweiligen Kompetenzen, handeln innerhalb dieser und leiten mich bei Bedarf weiter an andere Partner des Netzwerkes. In diesem Netzwerk herrscht eine transparente Kommunikation und gute Absprache. Wünsche ich eine zweite Meinung einzuholen, wird dies akzeptiert.